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Der Kaiserdom Königslutter zählt zu den herausragenden Bauwerken der Romanik in Deutschland und gilt als sächsisches Gegenstück zum salischen Dom in Speyer. Mitte des 12. Jahrhunderts war er eines der größten Bauwerke in Norddeutschland.
Den Grundstein für die Abteikirche St. Peter und Paul legten die Stifter des Doms, Kaiser Lothar III. von Süpplingenburg (1075 – 1137) und seine Ehefrau Richenza, im Sommer 1135. Aufgrund des frühen Todes Lothars und bald auch seines Schwiegersohns Heinrich des Stolzen wurde der Kaiserdom erst unter seinem Enkel, Heinrich dem Löwen, vollendet.
Mehr zur Geschichte des Baudenkmals Kaiserdom Königslutter finden Sie auf der Website des Kaiserdoms.
Foto: SBK / Siggi Schmidt
Architektur
Berühmt ist der Kaiserdom vor allem wegen seiner Bauskulptur. Das Löwenportal, der Jagdfries an der Hauptapsis und die wunderbaren Säulen im Kreuzgang stammen aus der Werkstatt des oberitalienischen Bildhauers Nicolaus. In seiner Heimat hatte der Meister bereits hervorragende Bildwerke an Kirchen und Domen in Piacenza, Ferrara und Verona geschaffen.
Die farbenprächtigen Ausmalungen der Kirche entstanden größtenteils erst Ende des 19. Jahrhunderts. Auf Grundlage zufällig entdeckter mittelalterlicher Malereien entstand im Sinne einer ‚schöpferischen‘ Denkmalpflege ein Neugestaltungskonzept, die der Bedeutung des Kaiserdoms als Grablege der kaiserlichen Familie angemessen sein sollte.
Den Entwurf dafür lieferte der Architekt und Bauhistoriker August Essenwein (1831 – 1892), die Neuausmalung der Kirche wurde durch den Hofmaler Adolf Quensen ausgeführt, der zuvor schon am Braunschweiger Dom mit Essenwein zusammengearbeitet hatte.
Zu Essenweins Gestaltung gehören auch die Orgel, die Kanzel, die Altäre, Bänke, Leuchten, Fensterverglasungen und Liedzeiger. Ein wesentliches Element für die Gesamtwirkung der Innenraumgestaltung ist der Schmuckfußboden in den Chören und im Querhaus.
In den Jahren 2001 – 2010 wurde der Kaiserdom zuletzt umfassend renoviert.
Foto: SBK